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Blog | Interim Steuerung

Warum interne Improvisation bei Russland-Reststrukturen riskant ist

Nicht jede lokale oder interne Übergangslösung ist wirklich steuerbar.

Wenn ein Unternehmen sein Russland-Geschäft beendet oder stark reduziert, liegt eine scheinbar einfache Lösung nahe: Man lässt die offenen Restthemen von bisherigen lokalen Mitarbeitern, ehemaligen Managern oder einzelnen Dienstleistern weiter betreuen.

Auf den ersten Blick klingt das pragmatisch. In der Realität ist es oft riskanter als gedacht.

Warum das so ist

Zu wenig Distanz

Wer Teil der alten Struktur war, ist nicht immer die beste Person für eine nüchterne Bestandsaufnahme und klare Priorisierung.

Zu wenig Anbindung

Was lokal noch „irgendwie läuft“, ist für CFO, Legal, Tax oder Compliance im Head Office damit noch lange nicht steuerbar.

Zu viel Nebenbei

Reststrukturen sind oft keine Vollzeitaufgabe mehr – aber eben auch kein Thema, das man ungesteuert nebenher laufen lassen sollte.

Wo die Risiken entstehen

Selbst wenn das operative Geschäft beendet ist, können im Hintergrund weiterlaufen: lokale Meldungen, Buchhaltungs- oder Steuerpflichten, Bank- und KYC-Themen, Abstimmungen mit Beratern oder Fragen zu Vermögenswerten und Forderungen.

Wenn diese Themen nur locker verteilt werden, fehlt häufig am Ende genau das, was Unternehmen in solchen Situationen am dringendsten brauchen: ein klarer Verantwortlicher, ein sauberer Überblick und eine belastbare Entscheidungsgrundlage.

Warnsignal

Wenn intern niemand klar sagen kann, wer welche Russland-Restthemen verantwortet, ist die Situation meist nicht unter Kontrolle – sondern nur provisorisch überdeckt.

Die entscheidende Frage

Die entscheidende Frage lautet nicht: „Kennen wir noch jemanden vor Ort?“
Sondern: „Ist die Situation für das Unternehmen wirklich steuerbar?“

Sind Ihre Russland-Restthemen intern verteilt, aber nicht wirklich klar gesteuert?

Dann kann eine neutrale Bestandsaufnahme der richtige nächste Schritt sein.

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